Der Mythos
Solaranlagen funktionieren nur bei sonnigem Wetter.
Die Fakten
Der Mythos stimmt nicht. Photovoltaikanlagen erzeugen Strom, sobald Licht auf die Oberfläche der Solarzellen trifft. Dafür ist keine direkte Sonneneinstrahlung nötig: Auch diffuses Licht, das durch Wolken oder Nebel dringt, genügt. Jedoch fällt die Leistung dann geringer aus – die Solaranlage produziert weniger Strom.
Und wie sieht es im Winter aus? Kalte Temperaturen sind für die Solarzellen kein Problem und sorgen sogar für einen hohen Wirkungsgrad. Liegt auf den Solarmodulen hingegen viel Schnee, liefern sie keinen Strom mehr. Allerdings ist eine hohe Schneedecke auf den Dächern in der Region Grenchen inzwischen selten geworden. Zudem rutscht der Schnee bei schräg montierten Solarmodulen meist schnell ab.
Dass die Stromproduktion im Winter geringer ausfällt als im Sommer, liegt nicht nur an den vielen Nebeltagen am Jurasüdfuss, sondern auch an der tiefer stehenden Sonne. Bei den meisten Dachmodulen ist der Winkel dann nicht ideal – nämlich zu wenig steil. Deshalb kann eine Kombination von Dach- und Fassadenmodulen sinnvoll sein. Letztere werden von der tiefer stehenden Sonne an Wintertagen intensiver beschienen als Dachmodule und liefern bis zu 30 Prozent mehr Strom.